Wunderknolle Knoblauch

von Iris Friedrich 3 Min. Lesezeit

Die „Wunderknolle“ als echter Alleskönner – Knoblauch und seine Heilwirkungen

Seit über 5000 Jahren wird Knoblauch in Asien angebaut und auch die alten Ägypter und Griechen erkannten früh die Kraft dieses besonderen Zwiebelgewächses „Allium sativum“. Als besondere Speisewürze eroberte er neben der gemeinen Küchenzwiebel „Allium cepa“ die ganze Welt. Doch ist es nicht nur der Geschmack, sondern vielmehr die Wirkung, die Knoblauch auf unseren Körper hat. Neben dem störenden und für manche Menschen mit empfindlichem Magen auch schwer verträglichen Eigenschaften, ist er ein großer Segen für die meisten unter uns. Getreu nach dem Motto des weisen Hippokrates, „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein“, wollen wir hier verschiedenste Einsatzmöglichkeiten der „Wunderknolle“ beleuchten.

Die in Knoblauch enthaltene Schwefelverbindung Allicin hemmt die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen und wird in der Naturheilkunde als natürliches Antibiotika bezeichnet. Auch werden dem Allicin durchblutungsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, was ihn bei Schwächen der Gefäße wie z.B. Herz-Kreislauf-Schwäche, Bluthochdruck, Arteriosklerose zu einem allseits bekannten Helfer macht. Wie in der „Materia Medica“ (Dioskurides, griechischer Arzt und Verfasser im 1. Jahrhundert nach Christi) niedergeschrieben, war Knoblauch das Mittel der Wahl im Einsatz gegen Parasiten und zum Aufbau eines intakten Verdauungssystems. Die Äbtissin Hildegard von Bingen setze Knoblauch bei Durchfall, Blähungen und auch Verstopfung ein und verabreichte ihn zur Verbesserung der Darmflora. Nach ihrer Empfehlung sollten täglich mindestens 2-3 Zehen Knoblauch, am besten roh verzehrt werden.

Als volkstümliches „Allheilmittel“ ist das Zwiebelgewächs Allium Sativa seit Jahrtausenden bekannt. In Verbindung mit der ebenso bekannten und bewährten Zitrone brauen Sie sich einen „Zaubertrank“, der bei Verkalkungen eingesetzt werden kann. Und so geht es:

Die Knoblauch-Zitronen-Kur

Wirkung:Natürliche Kalkablösung für Gefäße (Herzkranzgefäße) und Gehirn  
 
Man trinke täglich ein Likörglas von folgendem Auszug:
  • 30 geschälte Knoblauchzehen
  • 5 unbehandelte Zitronen mit Schale
Die Zitronen und die Knoblauchzehen werden in einem Mixer zerkleinert und mit einem Liter Wasser zum Kochen gebracht. Nur einmal aufkochen lassen! Nach dem Kochen die Tinktur absieben und in eine verschließbare Flasche umfüllen. Im Kühlschrank aufbewahren!

Das tägliche Schnapsgläschen trinkt man nach belieben vor oder nach einer Hauptmahlzeit.

Schon nach 3 Wochen täglicher Anwendung kann man eine angenehme und jugendliche Regeneration des Körpers spüren. Verkalkungen und deren Begleiterscheinungen, wie schlechtes Sehen und Hören, gehen zurück und verschwinden allmählich. Nach dreiwöchiger Anwendung sollte eine einwöchige Pause eingelegt werden. Danach beginnt man nochmals mit einer dreiwöchigen Kur.

Nach den sieben Wochen sind die Erfolge (Schlafverbesserung, erhöhte Vitalität und oftmals auch verbesserte Blutwerte) spürbar und sichtbar.
Diese preiswerte und unschädliche Kur sollte einmal jährlich durchgeführt werden.
Der unangenehme Geruch des Knoblauchs wird durch die Wirkstoffe der Zitrone neutralisiert.

Tipp: In heißes Wasser gelegt lassen sich die Knoblauchzehen mühelos schälen.

Schwarzer Knoblauch – leichter bekömmlich und weniger geruchsintensive Ausdünstungen

Wem der starke Geruch der Knolle zuwider ist hat neuerdings die Möglichkeit, auf fermentierten Knoblauch zurückzugreifen. Der schwarze Knoblauch ist erst seit wenigen Jahren bei uns auf dem Markt erhältlich und bisher nur in ausgesuchten Märkten zu erwerben. Er sieht zwar beim ersten Anblick durch seine schwarze und verrunzelte Optik verdorben aus, aber das ist er keinesfalls. Durch einen kontrollierten Fermentierungsprozess wird die Knolle in ihrer Wirkung noch verstärkt, sie verliert aber den scharfen brennenden Geschmack und damit auch den oft befürchteten Mundgeruch. Für Menschen mit empfindlichem Magen ist sie in dieser Form auch besser verträglich. Was den Geschmack betrifft ist es mit dem weißen Knoblauch nicht zu vergleichen. Der schwarze Knoblauch schmeckt mild und leicht süßlich. Als Verwendung in der Küche sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Er kann einer Vielzahl von Gerichten neue und bereichernde Aromen schenken. Ob als Füllung in Riesenchampignons, als Verfeinerung von Soßen oder als Knoblauch-Butter ist er eine Bereicherung auf unserem Speiseplan.

Rezepttipp:     Knoblauchbutter -schwarz-
  • 1 Päckchen Butter (250g) aus dem Kühlschrank
  • 1 Knolle (oder mehr) schwarzer Knoblauch
  • Meersalz

Zubereitung:  Die schwarzen Knoblauchzehen aus der Schale lösen und mit einer Gabel zerdrücken. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und ebenfalls mit einer Gabel zerdrücken. Mit einem halben Teelöffel Meersalz würzen und alles gut vermischen. Die Butter kann zur Verfeinerung aller Gerichte dienen, schmeckt aber besonders gut auf Brot.

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