Heilen, Heilwirkung, Wirkung von Anis

ANIS

Pimpinella anisum

Andere Namen: Anais, Aniseed, Arnis, Brotsamen, Enes, Enis, Einis, Jenes, Römischer Fenchel, Süßer Kümmel


Historische Verwendung: Abgeschlagenheit, Aphrodisiakum, Appetitlosigkeit, Asthma, Blähungen, Bronchitis, Erbrechen, Erkältung, Halsschmerzen, Husten, Insektenstiche, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme


Eigenschaften: antibakteriell, berühigend, entspannend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend


Wesen der Pflanze: Genuss, Lust, Vielfalt


Inhaltsstoffe: ätherische Öle (Anethol), Cumarine

 

Pflanzenfamilie: Doldenblütler


Mehr als nur ein Würzmittel für Backwaren!

Die Heilpflanze aus Asien und dem südöstlichen Mittelmeerraum gehört zu den Doldenblütlern und bringt in der Blütezeit von Juni bis September weiße Blüten hervor. Anis ist eine vielseitig verwendbare Pflanze. Als Gewürz dienen die Anissamen zum Verfeinern von Süßspeisen, Backwaren und Spirituosen. Als Heilkraut wird der auch als Süßer Kümmel bezeichnete Doldenblütler bei Bauchschmerzen, Blähungen und Husten verwendet. Seine luststeigernde Wirkung war bereits in der Antike als Aphrodisiakum bekannt. 2014 war Anis die Heilpflanze des Jahres. Die Heilpflanze soll östrogenhaltige Pflanzenstoffe enthalten, die zur Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose eingesetzt werden könnten.

Anis ist eine einjährige krautige Pflanze und kann bis zu 60 Zentimetern groß werden, kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wird aber heute weltweit in Gebieten mit gemäßigtem Klima angebaut. Die Verwendung von Anis hat eine lange Tradition, nicht nur in alkoholischen Getränken, wie dem griechischen Ouzo oder dem türkischen Raki, sondern auch als Würzmittel für Brot oder Weihnachtsgebäck. In der Antike war Anis bei den Griechen nicht nur als Gewürz für Brot beliebt, wie Pythagoras um 55 vor Christus bezeugt, sondern Anis wurde auch schon damals zu Heilzwecken verwendet. Um das Jahr 795 nach Christus wird Anis im Lorscher Arzneibuch erwähnt, was zu den ältesten erhaltenen Werken der europäischen Klostermedizin zählt.
anis Abgeschlagenheit, Aphrodisiakum, Appetitlosigkeit, Asthma, Blähungen, Bronchitis, Erbrechen, Erkältung, Halsschmerzen, Husten, Insektenstiche, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schlaflosigkeit, Verdauungsprobleme

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